Es folgten die Jahre 1933 bis 1945, Jahre einer gelenkten Wirtschaft, die zunächst die Entwicklung der Max Cochius GmbH nicht beeinflussen konnten. Zu Beginn des 2. Weltkrieges jedoch musste das Unternehmen fast ausschließlich für den Wehrmachtsbedarf zur Verfügung stehen.
In der Zwischenzeit hatte Otto Proemel als Hauptgesellschafter 1941 das Geschäft an seinen Sohn Herbert übergeben.
Verschiedene, teils schwere, teils weniger schwere Beschädigungen der Gebäude und Lagerhallen traten durch die immer stärker werdenden Fliegerangriffe ein. Am 03.02.1945 schließlich wurde der Alexandrinenhof ein Opfer der Flammen und Bomben. Der Betrieb konnte aber die wenigen Monate bis zum Kriegsende von Neukölln aus, wo die Verwaltung behelfsmäßig untergebracht wurde, fortgeführt werden, bis der Einmarsch der Russen in Berlin erfolgte und damit der Krieg sein Ende fand.
In den folgenden Monaten wurden das bedeutende Lager an Metallhalbfabrikaten und sanitären Bauartikeln von der Besatzungsmacht restlos geräumt.
Das gleiche Schicksal ereilte auch die Nürnberger Niederlassung. Zu diesen empfindlichen Rückschlagen gesellten sich weitere schwere Schäden, die im wesentlichen in dem Verlust mehrerer wertvoller Ausweichlager bestanden.
Aus den Registerakten ist zu entnehmen, dass Herbert Proemel vermutlich im KZ verstarb. Er wurde 1949 für tot erklärt und seine Geschäftsanteile wurden seinen Eltern Otto und Anna Proemel rückübertragen. Später werden die Geschäfte der Max Cochius GmbH auf den zweiten Sohn, Erwin Proemel, übertragen.